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30 Kom

Kommunikation in der Mediation

Allgemein wird der Konsens überschätzt und der kommunikative Prozess unterschätzt.Niklas Luhmann, Soziologe und Jurist

Einführung in das Element: Kommunikation in der Mediation

Textauszug (KK 30-Kom)

Die Sprache der Mediation ist nicht Gewalt, Macht oder Recht, sondern soziale Kommunikation diesseits dieser Formen. Die Abgrenzung lässt sich ohnehin nicht durchhalten, gibt aber dem humanistisch-geprägten Gemüt zunächst Halt.

 

Bei dem Begriff Kommunikation handelt es sich – abgesehen vom Konfliktbegriff (KK 20-K 1-3) – um den wohl schillerndsten Begriff im Kontext von Mediation und Konfliktmanagement. Alles sei Kommunikation und in Anwesenheit eines anderen könne niemand nicht kommunizieren.

Das sieht die soziologische Systemtheorie freilich anders, weil sie Kommunikation völlig anders konzipiert.

Für das Mediationsverständnis und die mediative Arbeitsweise, zumal im Kontext von Organisationen und sozialen Systemen, die auf Entscheidungen ausgerichtet sind, sind beide Theoriekonzeptionen hilfreich.

Unser Praxistipp

Kommunikation

Welche Bedeutungen trägt der Ausdruck Kommunikation historisch in sich?

Es gibt zwei moderne Bedeutungen

1. Es gibt ein humanistisch geprägtes Verständnis, das sich zumeist auf die Bedeutung gemeinsam etwas machen bezieht, „mehr miteinander kommunizieren“, um z.B. Probleme u. Konflikte zu lösen. Dieser Vorstellung entspricht ein verständnis- bzw. verständigungsorientiertes kommunikatives Handeln wie es beispielsweise bei Habermas zum Ausdruck kommt.

2. Daneben gibt es ein systemtheoretisch-funktional bezogenes Verständnis. Es bezieht sich auf den funktionierenden Kontakt zwischen „irgendwie Vernetzten“. Der funktionale Aspekt von Kontakthaben zählt und wird zum Ausdruck gebracht. Deshalb sagt Luhmann, Kommunikation kann nicht misslingen, ist stets riskant und zwecklos.

KARTEIKARTEN UND BLOGBEITRAG ZUM ELEMENT

Themengebiete des Elements (KK)

Die Themengebiete der Elemente werden durch Karteikarten erschlossen. Diese sind das Begleitmaterial der Aus- und Fortbildungsversanstaltungen von INKOVEMA.

 

Aktuelle Karteikarten zum Element
KK 30-Kom 01 Einführung in die Kommunikationstheorie
KK 30-Kom 02 Entwicklung der menschlichen Sprache
KK 30-Kom 03 Technikunterstützte Kommunikation
KK 30-Kom 04 Einführung in die Modellierung sozialer Kommunikation
KK 30-Kom 05 Das Modell der Pragmatischen Kommunikationstheorie
KK 30-Kom 06 Pragmatisches Axiom 1
KK 30-Kom 07 Pragmatisches Axiom 2
KK 30-Kom 08 Pragmatisches Axiom 3
KK 30-Kom 09 Pragmatisches Axiom 4
KK 30-Kom 10 Pragmatisches Axiom 5
KK 30-Kom 11 Paradoxien nach der Pragmatischen Kommunikationstheorie
KK 30-Kom 12 Einführung in das Kommunikationsmodell der Transaktionsanalyse
KK 30-Kom 13 Das Funktionsmodell der Transaktionsanalyse
KK 30-Kom 14 Die funktionalen Ichzustände in Übersichten
KK 30-Kom 15 Die Produktivität der funktionalen Ichzustände
KK 30-Kom 16 Die Komplementäre Transaktion (Paralleltransaktion)
KK 30-Kom 17 Die Irritierende Transaktion (Überkreuztransaktion)
KK 30-Kom 18 Die Verdeckte Transaktion
KK 30-Kom 19 Die Transaktionsmuster – im Kontext weiterer TA-Konzepte

 

KK 30-Kom 21 Das Modell der vier Dimensionen der Kommunikation nach Schulz von Thun
KK 30-Kom 22 Einführung in das systemtheoretische Kommunikationsmodell nach Luhmann
KK 30-Kom 23 Besonderheiten des systemtheoretischen Kommunikationsmodells
KK 30-Kom 24 Ableitungen aus dem systemtheoretischen Kommunikationsmodells

Blogbeitrag zum Element

Kommunikation in der Mediation

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